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Evangelische Hochschule Freiburg



Dekoration: Ein Goldfisch springt von einem Wasserglas ins andere

Das AGP bietet sozialwissenschaftliche empirische Forschung und darauf aufbauend Beratung und Weiterbildung. mehr

Als hochschulnahes Institut sind wir in der Lage gewonnene Erkenntnisse in die Lehre zurückzuspiegeln.

Das AGP fühlt sich innovativen Ansätzen verpflichtet. Das gilt sowohl für unsere regionalen Praxisprojekte als auch für unser bundesweites Engagement in der Alten-, Pflege und Behindertenpolitik. Wir setzen Trends und treiben Entwicklungen voran, um den gesellschaftlichen und demografischen Wandel werteorientiert mit zu gestalten. Themenübergreifend gilt unser Interesse den Antworten auf vor allem zwei Fragen:

Wie kann Solidariät zwischen den Generationen im Wechselspiel von Staat, Markt, Familie und dem Dienstleistungs- bzw. Nonprofit-Sektor gelingen? Und: Wie lassen sich vor ebenfalls diesem Hintergrund teilhabegefährdete Personengruppen verlässlich unterstützen?

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Moderation des bürgerschaftlichen Planungsprozesses für eine vollständig selbstverantwortete ambulante Pflegewohngruppe in Umkirch

Auftraggeber / Zuschussgeber

Gemeinde Umkirch

Kooperationspartner
  • Evangelische Sozialstation Freiburg, Frau Inge-Dorothea Boitz-Gläßel (Pflegedienstleitung)
Zeitraum 09.2016 - 01.2017
Projektziel

Aufbau einer selbstverantworteten ambulant betreuten Wohngemeinschaft für ältere Menschen mit Pflegebedarf in Umkirch. Moderation und Begleitung des Prozesses sowie der Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements durch AGP.

Beschreibung

Der demographische Wandel beeinflusst die Altersstruktur der Gesellschaft und stellt Herausforderungen an die Zukunft. In der Gemeinde Umkirch hat sich bereits im Jahr 2010 ein Arbeitskreis Pflegewohngruppe gebildet, der ein kleinräumiges Pflege- und Versorgungsangebot für ältere, pflegebedürftige und demenziell erkrankte Menschen im Umkirch aufbauen möchte. Pflegewohngruppen sind geeignet, die Teilhabe dieser Bevölkerungsgruppe in enger Verbindung mit allen Generationen zu ermöglichen. In Folge des im April 2014 verabschiedeten Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetzes für Baden-Württemberg sind Pflegewohngruppen in einer trägergestützten oder einer selbstverantworteten Variante zulässig.

Umkirch strebt die Einrichtung einer selbstverantworteten, ambulant betreuten Wohngruppe an und zwar in Räumlichkeiten, die von der Gemeinde vermietet werden. Dies erfordert den Aufbau einer Angehörigengruppe, die bspw. über die Wahl des Pflegedienstes entscheidet. Außerdem ist es gerade für selbstverantwortete Pflegewohngruppen von hoher Bedeutung, eine breite, aktive bürgerschaftliche Unterstützung zu erfahren. Dies sichert zum einen die Einbindung der Bewohnerinnen und Bewohner ins Gemeinwesen und damit Teilhabe und Lebensqualität vor Ort – auch im Alter und bei Pflegebedarf. Zum anderen übernehmen die ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützer ganz praktische Aufgaben, bspw. in der Anlage des Außenbereichs, der Ausstattung der Wohngruppe und der Begleitung der Bewohnerinnen und Bewohner (bspw. Feste, Ausflüge, Lesekreis).

Die bürgerschaftliche Arbeitsgruppe, die die Gründung der ambulanten Pflegewohngruppe begleitet, wird bei ihren Sitzungen von AGP Sozialforschung moderiert und professionell begleitet.

Leitung Birgit Schuhmacher
verantwortliche/r Mitarbeiter/in

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