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Evangelische Hochschule Freiburg

Termine

Dekoration: Ein Goldfisch springt von einem Wasserglas ins andere

Das AGP bietet sozialwissenschaftliche empirische Forschung und darauf aufbauend Beratung und Weiterbildung. mehr

Als hochschulnahes Institut sind wir in der Lage gewonnene Erkenntnisse in die Lehre zurückzuspiegeln.

Das AGP fühlt sich innovativen Ansätzen verpflichtet. Das gilt sowohl für unsere regionalen Praxisprojekte als auch für unser bundesweites Engagement in der Alten-, Pflege und Behindertenpolitik. Wir setzen Trends und treiben Entwicklungen voran, um den gesellschaftlichen und demografischen Wandel werteorientiert mit zu gestalten. Themenübergreifend gilt unser Interesse den Antworten auf vor allem zwei Fragen:

Wie kann Solidariät zwischen den Generationen im Wechselspiel von Staat, Markt, Familie und dem Dienstleistungs- bzw. Nonprofit-Sektor gelingen? Und: Wie lassen sich vor ebenfalls diesem Hintergrund teilhabegefährdete Personengruppen verlässlich unterstützen?

+++ Eilentscheidung Amtsgericht +++

Nächtliches Festbinden ist tabu

Eine schwerst pflegebedürftige 80-Jährige darf nicht länger nachts in ihrem Bett festgebunden werden. Das hat das Freiburger Sozialgericht entschieden. Stattdessen muss eine Nachtwache organisiert werden. Ein Experte wertet das als "Highlight der Rechtsprechung".

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Abschlusstagung ReduFix ambulant | 28. März 2012 | Frankfurt/Main


Für Sicherheit sorgen ohne zu schaden

Schwierige Pflege: Fixierung ist keine Lösung

Freiheitseinschränkende Maßnahmen (FeM) in der häuslichen Versorgung sind ein Tabu. Dass sie angewandt werden, ist bekannt, aber über ihre Verbreitung, Erscheinungsformen und Strategien zur Rechtfertigung gab es hierzulande bislang keine gesicherten Erkenntnisse. Die liefert jetzt das Forschungsprojekt ReduFix ambulant

Vorgestellt und diskutiert werden Ergebnisse und Schlussfolgerungen sowie Alternativen zu und Interventionen bei FeM in der Häuslichkeit. Die dreijährige Forschungsarbeit zeigt, wie Angehörige und professionell Helfende mit herausfordernden Betreuungssituationen umgehen können, ohne die Lebensqualität und Rechte der Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf einzuschränken.

Für das Forschungsprojekt ReduFix ambulant wurden seit 2009 Daten sowohl im städtischen (Frankfurt/Main) als auch im ländlichen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) Raum erhoben. Zu der Thematik befragt wurden über 2.000 Pflegekräfte sowie rechtliche BetreuerInnen und Beratungskräfte. Die Erhebungen werden ergänzt durch qualitative Interviews mit VertreterInnen relevanter Berufsgruppen.

Infokarten ReduFix

Die Medizinischen Dienste der Krankenkassen (MDK) in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg haben in Kooperation mit ReduFix ambulant Daten zu freiheitseinschränkenden Maßnahmen in privaten Haushalten erhoben. Ausgewählte Fallstudien-Haushalte wurden durch Case-Managerinnen für das Thema sensibilisiert und in der Suche nach Alternativen unterstützt. ReduFix ambulant stellt Schulungsmodule für Ärzte, professionelle Pflege- und Beratungskräfte sowie Angehörige bereit.

Im Fokus des dreijährigen Projekts, das die Evangelische Hochschule Freiburg und die Fachhochschule Frankfurt/Main zusammen mit Praxispartnern im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt hat, stehen die Rechte älterer Menschen mit Pflege- und Hilfebedarf und die Verbesserung ihrer Lebensqualität. Besonders deutlich wird das auf zwei Handlungsfeldern: Zum einen wurde Wert darauf gelegt, den wünschenswerten Einsatz betreuungsunterstützender Technik auch ethisch-rechtlich zu reflektieren. Zum anderen konnten Rechtsfragen, die mit freiheitseinschränkenden Maßnahmen im häuslichen Pflegeumfeld verbunden sind, anwendungsbezogen und rechtswissenschaftlich aufbereitet werden.


26. Oktober 2011 im Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg/Br.

Fachtag zum Projekt ReduFix ambulant

Für Sicherheit sorgen ohne zu schaden

Lebensqualität und Rechte älterer Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf

Alle Fotos: Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald