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Evangelische Hochschule Freiburg



Dekoration: Ein Goldfisch springt von einem Wasserglas ins andere

Das AGP bietet sozialwissenschaftliche empirische Forschung und darauf aufbauend Beratung und Weiterbildung. mehr

Als hochschulnahes Institut sind wir in der Lage gewonnene Erkenntnisse in die Lehre zurückzuspiegeln.

Das AGP fühlt sich innovativen Ansätzen verpflichtet. Das gilt sowohl für unsere regionalen Praxisprojekte als auch für unser bundesweites Engagement in der Alten-, Pflege und Behindertenpolitik. Wir setzen Trends und treiben Entwicklungen voran, um den gesellschaftlichen und demografischen Wandel werteorientiert mit zu gestalten. Themenübergreifend gilt unser Interesse den Antworten auf vor allem zwei Fragen:

Wie kann Solidariät zwischen den Generationen im Wechselspiel von Staat, Markt, Familie und dem Dienstleistungs- bzw. Nonprofit-Sektor gelingen? Und: Wie lassen sich vor ebenfalls diesem Hintergrund teilhabegefährdete Personengruppen verlässlich unterstützen?

Referenzen


Prof. Dr. Ursula Lehr

BAGSO | Bonn

Befruchtender Austausch

Seit Jahren gibt es einen kontinuierlichen Kontakt zwischen AGP Sozialforschung, dem Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung (zze) und der BAGSO, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, die über ihre 112 Mitgliedsverbände ca. 13 Mio. ältere Menschen vertritt. Insbesondere während der Phase, in der das Modellprogramm Memorandum „Mitgestalten und Mitentscheiden – Ältere Menschen in Kommunen“ umgesetzt wurde, bestand ein reger Austausch, den die BAGSO stets als befruchtend und anregend empfunden hat.

Über das hinaus gehört Prof. Dr. Klie zu den Wissenschaftlern, die die BAGSO sehr schätzt. Er war daher des Öfteren sowohl auf BAGSO-Tagungen als auch auf den Deutschen Seniorentagen ein gern gesehener Referent und Impulsgeber.

So hat die BAGSO es sehr begrüßt, dass sich AGP – neben vielen anderen wichtigen Themen – der Problematik der Fixierungen pflegebedürftiger Menschen angenommen und eine vielbeachtete Kampagne gestartet hat, die wir auch unterstützt haben.

Die BAGSO gratuliert sehr herzlich zum Jubiläum und wünscht sich, dass AGP und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in den kommenden 25 Jahren die brisanten sozialen Themen so leidenschaftlich und engagiert angehen wie in den letzten 25 Jahren.

Prof. Dr. Ursula Lehr
Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO)


Heinz Blaumeiser

Heinz Blaumeiser | Wien

Das gewisse Extra einer kreativen Atmosphäre

Ein Vierteljahrhundert AGP-Forschungen zu Alter, Gesellschaft, Partizipation – das hieß immer ganz vorne zu sein: bei den wissenschaftlichen Fachfragen gleichermaßen wie bei den Praxisproblemen und bei den Visionen. Brillant auch stets die Designs der empirischen Studien, mit fundierter Handlungsforschung, um in modellhaften Projekten mit Betroffenen und Beteiligten zukunftsfähige neue Wege zu erschließen. Dabei basierten die kritischen Analysen durchweg auf grundlegenden Werthaltungen, orientiert an gesellschaftlicher Verbindlichkeit und Verantwortung sowie an der Leitlinie beratungstauglicher Forschung, empirische und theoretische Einsichten auch so zu kommunizieren, dass sie von professionellen und insbesondere politischen Entscheidungsträgern aufgenommen und umgesetzt werden können. Und dann war und ist da noch das gewisse Extra einer kreativen Atmosphäre, die bei kluger Führung aus einem konsequenten Verbund von wissenschaftlicher Forschung mit akademischer Lehre und beruflicher Aus- und Weiterbildung erwächst und dem qualifizierten Nachwuchs alle Chancen öffnet.

Heinz Blaumeiser, Wien


Ingeborg Germann

Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz | Mainz

Dinge auch einmal „schräg“ und mit Humor betrachten

25 Jahre AGP – Innovation, Erfahrung, Austausch, Kritik, Fragen, Kontroversen, Standpunkte, neue Blickwinkel. Die Fähigkeit, Dinge neu und auch einmal „schräg“ und mit Humor zu betrachten, Lösungen zu suchen und dabei immer eine klare Haltung zu haben: Das verbinde ich mit Ihrer Arbeit und dafür schätze ich Sie. Ich wünsche Ihnen weiterhin Freude an und Mut für Ihre Projekte und viele zugewandte Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter.

Ingeborg Germann
Leiterin Referat 646, Grundsatzfragen zum LWTG Pflegestrukturplanung und Sozialraumentwicklung, Demenz, Abteilung Soziales und Demografie
Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz


Dr. h.c. Jürgen Gohde

Dr. h.c. Jürgen Gohde | Berlin

Damit aller Leben lebenswert bleibt

AGP ist in den 25 Jahren seines Bestehens mit großer Konsequenz an seinen Fragen und Themen drangeblieben: Zivilgesellschaft als Gestaltungsfaktor und Akteur der Modernisierung von Teilhabe und Assistenz. Mehr: AGP ist ein Motor geworden, Verantwortung zu teilen, vor Herausforderungen des Alterns nicht zu kapitulieren, sondern Menschen Mut zu machen, mitzumachen, damit aller Leben lebenswert bleibt. Danke.

Dr. h.c. Jürgen Gohde, Berlin


Dieter Hackler

Dieter Hackler | Bonn

Vorbildlich innovativ und kreativ

In unseren sozialen Sicherungssystemen steht immer noch der Versorgungsgedanke im Vordergrund. Dadurch besteht die Gefahr, dass der „versorgte Mensch“ zum Objekt des nicht gerade auf Veränderung angelegten Systems wird.

Warum ich die Arbeit Ihres Instituts so schätze: Ihre praxisbegleitende Forschung hat immer den Menschen als Subjekt in unseren Sicherungssystemen fokussiert und auch die Gesellschaft als „sorgende Gemeinschaft“ miteinbezogen und damit neue Herausforderungen beschrieben und zugleich Impulse und Perspektiven zur Weiterentwicklung und Neuausrichtung gegeben. Gerade auch der ältere Mensch und der auf Hilfe und Pflege angewiesene Mensch darf um seiner in Artikel 1 GG garantierten Würde nie zum Objekt eines noch so guten Systems werden.

Sie zeigen mit Ihrer Forschung Wege auf, den älteren Menschen und den auf Hilfe und Pflege angewiesenen Menschen in seinem Recht auf Selbstbestimmung ernst zu nehmen. Und Sie fordern dieses Recht auch öffentlich ein. Dabei unterscheiden Sie in guter Weise zwischen der Selbstbestimmung, die Freiheit und Würde in Beziehung und in guten Verhältnissen garantiert, und der Alleinbestimmung des Menschen, die ihn der Beziehungslosigkeit und der Verhältnislosigkeit überlässt und ihm damit seine Würde nimmt.

Reduzierung von Fixierungen, das Nein zur aktiven Sterbehilfe beim sogenannten assistierten Suizid, das Pflegebudget, aber auch die Partizipation der Älteren in unserer Gesellschaft sind Bereiche, die Sie vorbildlich innovativ und kreativ bearbeitet haben. Dafür danke ich Ihnen aufrichtig und herzlich.

Dieter Hackler
Evangelischer Theologe und bis zum Ruhestand 2013 Leiter der Abteilung 3 Ältere Menschen im Bundesfamilienministerium


Ulrich von Kirchbach

Stadt Freiburg

AGP macht auf Demenz aufmerksam

Seit 25 Jahren arbeitet AGP Sozialforschung mit den Schwerpunkten Gerontologie, Pflege und Teilhalbe. Schnell wurde AGP zu einem wichtigen Bestandteil auf dem Feld der Forschung und dies nicht nur für Freiburg – es konnte sich deutschlandweit einen Namen machen.

Die Themen des Älterwerdens haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Wesentliche Themen sind in diesem Zusammenhang der demografische Wandel, Pflege und Demenz und deren Konsequenzen für kommunale Überlegungen und Handlungsstrategien. Dies hat AGP Sozialforschung in vielen Projekten angestoßen, und etliche Erkenntnisse konnten daraus in den letzten Jahren gewonnen werden: sei es zum schwierigen Thema freiheitsentziehender Maßnahmen im häuslichen Pflege- und Betreuungsbereich oder zu wichtigen Beiträgen für die Pflegeforschung.

Von der AGP-Forschung zur Betreuung von Menschen mit Demenz oder zu neuen Formen des Wohnens, wie den Wohngruppen des Freiburger Modells, hat die Stadt Freiburg profitiert. Beispielsweise konnten durch den Netzwerkverein Freiburger Modell drei Wohngruppen für Menschen mit Demenz im Stadtgebiet und eine Wohngruppe in der Nähe von Freiburg entstehen. Über 30 Bürgerinnen und Bürger konnten hier eine neue Heimat finden. Diese Wohngruppen funktionieren nach dem besonderen Prinzip der „geteilten Verantwortung“: durch einen partnerschaftlichen Mix von Engagierten aus der Bürgerschaft, Angehörigen und Professionellen.

Eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit besteht in dem Verbund „Stadt-Land-Demenz“. Diese Initiative hat in den vergangenen Jahren einige Veranstaltungen gemeinsam organisiert, um Bürgerinnen und Bürger auf Themen rund um Demenz aufmerksam zu machen. Es ist wichtig, dieses Thema in die Mitte der Gesellschaft zu bringen. Daraus entstanden ist auch der DEMENSCH-Kalender. In Zusammenarbeit mit dem Karikaturisten Peter Gaymann entstand ein Kalender, der in Cartoons die Thematik Menschen und Demenz feinfühlig und humorvoll darstellt.

Die Stadt Freiburg bedankt sich für die Arbeit des AGP in den vergangenen 25 Jahren und freut sich auf weitere gemeinsame und erfolgreiche Projekte in den nächsten Jahren.

Ulrich von Kirchbach
Bürgermeister der Stadt Freiburg


Elisabeth Scharfenberg MdB

MdB Elisabeth Scharfenberg | Berlin

Input für neue Ideen jenseits des Mainstreams

Die Forschung des Instituts AGP Sozialforschung hat in den letzten 25 Jahren wichtige Impulse in der alten- und pflegepolitischen Debatte gesetzt. Sie hat gesellschaftliche Diskussionen angestoßen und schärft das Bewusstsein dafür, dass für alte, pflegebedürftige oder demenzerkrankte Menschen Würde, Selbstbestimmung und Teilhabe denselben Stellenwert haben wie für alle Menschen.

Bis das überall gelebte Wirklichkeit wird, bleibt noch einiges zu tun. Ich bin mir sicher: AGP Sozialforschung wird hier weiter engagiert bleiben und sehr wichtige, fruchtbare Beiträge liefern.

Darüber hinaus hat AGP Sozialforschung meine politische Arbeit stets sehr bereichert – und tut dies noch. Hier bekomme ich Input für neue Ideen jenseits des Mainstreams. Und es bleibt nicht alles graue Theorie, viele der Ideen werden praktisch erprobt. In fortwährendem Austausch und im Abgleich mit der Praxis hat so vieles Eingang in unsere grüne Programmatik gefunden. Exemplarisch möchte ich hier nur das Persönliche Pflegebudget nennen. Weiter so!

Elisabeth Scharfenberg MdB
Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik


Ulrich Schneekloth

TNS Infratest Sozialforschung | München

Gemeinsame Projekte – großes Vergnügen

Der Name der Sozialforschung an der Evangelischen Fachhochschule Freiburg ist Programm: Alter, Gesellschaft, Partizipation. Das AGP hat in den 25 Jahren seines Bestehens hierbei wichtige Beiträge geliefert und insbesondere den Blick auf die Lebenswelten und die unterschiedlichen Kulturen gelenkt, in und mit denen die Menschen in ihren jeweiligen Umwelten leben. Egal, ob sich die durchgeführten Analysen dabei auf Akten oder Dokumente, auf Beobachtungen oder auf Befragungen stützen, wichtig war immer der Blick auf das Individuum und auf die Art und Weise, wie die Lebensumstände gestaltet werden müssen, damit Lebensqualität und Teilhabe ausgebaut und abgesichert werden können. Beeindruckt haben mich die Energie und der unbedingte Wille, die eigene Forschungstätigkeit maßgeblich daran auszurichten, Akteure zu vernetzen und dadurch ungesundes Gegeneinander zu überwinden. Es war mir immer ein großes Vergnügen, dies in gemeinsamen Projekten erleben zu dürfen. Ich wünsche dem AGP, dass es auch weiterhin diese Rolle übernehmen wird und mit vielen schönen Projekten hier für Fortschritt sorgt.

Ulrich Schneekloth
TNS Infratest Sozialforschung


Helga Schneider-Schelte

Deutsche Alzheimer Gesellschaft | Berlin

Raum zur Diskussion

Das AGP-Jubiläum war ein wunderbarer Fachtag zu wichtigen Spannungsfeldern unserer Zeit. Besonders gefiel mir, dass viele einbezogen wurden und es Raum zur Diskussion gab. So konnten Begegnungen stattfinden. Denn nur gemeinsam können wir es schaffen, die Zukunft so zu gestalten, dass Teilhabe möglich ist, dass Jung und Alt sich respektieren und dass wir eine Balance finden zwischen Vertrauen und Kontrolle.

Helga Schneider-Schelte
Projektleiterin Alzheimer-Telefon, Deutsche Alzheimer Gesellschaft, Berlin


Barbara Steffens

Ministerin Barbara Steffens | Düsseldorf

Querdenker-Position

25 Jahre Institut AGP – das sind 25 Jahre innovative, angewandte Sozialforschung, aus der ein großer Schatz an wichtigen Erkenntnissen in den Bereichen Alter, Gesellschaft und Partizipation hervorgegangen ist.

Durch die stets konstruktive Zusammenarbeit habe ich das Institut als wichtigen und wertschätzenden Partner kennengelernt, der zukunftsweisende Themen und Prozesse anstößt, neue Perspektiven im Pflegebereich aufzeigt und dabei immer auch den Quartiersbezug fest im Blick hat.

Von besonders großer gesellschaftlicher Relevanz ist das Thema Demenz. Welche Haltung nehmen wir als Gesellschaft gegenüber Menschen mit Demenz ein? Wie muss eine angemessene Betreuung für Menschen mit Demenz aussehen, die ihre Würde und ihr Selbstbestimmungsrecht vollumfänglich achtet? AGP Sozialforschung stellt sich diesen Fragen, diskutiert neue Wege und fördert so eine zwingend notwendige ethische und gesellschaftliche Debatte. Ich wünsche mir sehr, dass das Institut diese Querdenker-Position beibehält, bin gespannt auf die nächsten Jahre mit zukunftsweisenden Projekten und freue mich auf weiteren intensiven Dialog.

Barbara Steffens
Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen