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Evangelische Hochschule Freiburg




Dekoration: Ein Goldfisch springt von einem Wasserglas ins andere

Das AGP bietet sozialwissenschaftliche empirische Forschung und darauf aufbauend Beratung und Weiterbildung. mehr

Als hochschulnahes Institut sind wir in der Lage gewonnene Erkenntnisse in die Lehre zurückzuspiegeln.

Das AGP fühlt sich innovativen Ansätzen verpflichtet. Das gilt sowohl für unsere regionalen Praxisprojekte als auch für unser bundesweites Engagement in der Alten-, Pflege und Behindertenpolitik. Wir setzen Trends und treiben Entwicklungen voran, um den gesellschaftlichen und demografischen Wandel werteorientiert mit zu gestalten. Themenübergreifend gilt unser Interesse den Antworten auf vor allem zwei Fragen:

Wie kann Solidariät zwischen den Generationen im Wechselspiel von Staat, Markt, Familie und dem Dienstleistungs- bzw. Nonprofit-Sektor gelingen? Und: Wie lassen sich vor ebenfalls diesem Hintergrund teilhabegefährdete Personengruppen verlässlich unterstützen?

Kooperationspartner


März 2017

Kooperation mit dem Joanna Briggs Institut an der University Adelaide, Australien

Das Joanna Briggs Institut in Adelaide (JBI) ist eines der führenden Forschungsinstitute in Evidence-based Health Care Services und Nursing. 2001 hatte das renommierte Institut seinen ersten umfassenden und systematischen Review über Restraints in der Langzeitpflege vorgelegt. Im März 2017 haben AGP Sozialforschung und das JBI vereinbart, zukünftig zusammenzuarbeiten.

AGP Sozialforschung ist seit 1999 mit Fragen freiheitsentziehender Maßnahmen (FEM) in der Langzeitpflege befasst: in Forschung, Konzeptentwicklung, Schulung und Politikberatung. Anlässlich einer Forschungsreise durch Australien im März 2017 vereinbarte AGP-Institutsleiter Thomas Klie mit Prof. Zoe Jordan und Dr. Edoardo Aromataris vom JBI die Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung von Schulungsprogrammen. Man wird die für den Bereich der stationären Langzeitpflege, in der Geriatrie, aber auch im Home Care-Bereich vorliegenden Studien austauschen, jeweils bestehende Wissenslücken versuchen durch die Erkenntnisse des anderen Institutes zu schließen, von dem jeweiligen Schulungsprogramm zu profitieren und nach Möglichkeit auch gemeinsame Forschungsvorhaben planen.

Auch die Kooperation auf internationalen Fachkongressen wurde ins Auge gefasst. Das Thema Restraints in der Langzeitpflege ist eines der zentralen menschenrechtlichen Fragen, die sich gerade in Bezug auf Menschen mit Demenz stellen. Die von Prof. Klie betreuten Promotionsprojekte im Rahmen des Graduiertenprogramms der Robert Bosch Stiftung an der Universität Heidelberg werden ebenso von der geplanten Kooperation profitieren können wie die fach- und rechtspolitische Debatte um freiheitsentziehende Maßnahmen in der Pflege.

Die in Aussicht genommene Kooperation passt darüber hinaus zeitlich zum ReduFix-Jubiläum: Vor gut zehn Jahren begann AGP Sozialforschung gemeinsam mit Prof. Clemens Becker, jetzt Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart, das Forschungsprojekt ReduFix, das inzwischen zu einem im deutschsprachigen Bereich gut verankerten und verbreiteten Schulungsprogramm geworden ist. ReduFix und einen nicht unmaßgeblichen Anteil daran, dass freiheitsentziehende Maßnahmen in deutschen Pflegeheimen reduziert werden konnten. Vor fünf Jahren hat AGP Sozialforschung die Problematik von FEM zusammen mit der Fachhochschule Frankfurt erstmals für den häuslichen Bereich erforscht. Im Rahmen des Projekts ReduFix ambulant wurden FEM in der eigenen Häuslichkeit dokumentiert und debattiert. Das Thema FEM wird AGP Sozialforschung auch in den nächsten Jahren beschäftigen und es wird auch im JBI mit großem Interesse verfolgt.