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Evangelische Hochschule Freiburg




Dekoration: Ein Goldfisch springt von einem Wasserglas ins andere

Das AGP bietet sozialwissenschaftliche empirische Forschung und darauf aufbauend Beratung und Weiterbildung. mehr

Als hochschulnahes Institut sind wir in der Lage gewonnene Erkenntnisse in die Lehre zurückzuspiegeln.

Das AGP fühlt sich innovativen Ansätzen verpflichtet. Das gilt sowohl für unsere regionalen Praxisprojekte als auch für unser bundesweites Engagement in der Alten-, Pflege und Behindertenpolitik. Wir setzen Trends und treiben Entwicklungen voran, um den gesellschaftlichen und demografischen Wandel werteorientiert mit zu gestalten. Themenübergreifend gilt unser Interesse den Antworten auf vor allem zwei Fragen:

Wie kann Solidariät zwischen den Generationen im Wechselspiel von Staat, Markt, Familie und dem Dienstleistungs- bzw. Nonprofit-Sektor gelingen? Und: Wie lassen sich vor ebenfalls diesem Hintergrund teilhabegefährdete Personengruppen verlässlich unterstützen?

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Versorgungskoordination bei Familien mit schwer und lebensverkürzend erkrankten Kindern, Berlin

Auftraggeber / Zuschussgeber

Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Berlin; Humanistischer Verband Deutschland, Landesverband Berlin-Brandenburg

Kooperationspartner

Fachstelle MenschenKind

Zeitraum 07.2015 - 11.2015
Projektziel

In der Studie werden die bestehenden Strukturen der familiennahen Steuerung von Angeboten rekonstruiert und reflektiert. In welchen Situationen wird die Koordinationsfunktion eingelöst, in welchen nicht? Welche Akteure sind in die Versorgungssteuerung eingebunden und mit welchen Qualifikationen? Ziel der Studie: die aktuellen Strukturen nachzuvollziehen und ggf. Handlungsbedarfe und Perspektiven für eine Weiterentwicklung zu definieren.

Beschreibung

In Berlin wird die Versorgungssituation von erkrankten Kindern und ihren Familien zunehmend als relevantes Thema wahr- und in die politische Agenda der Hauptstadt aufgenommen. Diese Studie widmet sich der familiennahen Steuerung von Leistungen und Angeboten bei Familien mit schwer und lebensverkürzend erkrankten bzw. pflegebedürftigen Kindern und Jugendlichen. Vor dem Hintergrund fragmentierter Versorgungssysteme in den Bereichen medizinischer, pflegerischer und psychosozialer Unterstützung kann eine systematische und adäquate Koordination von Versorgungsangeboten einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit betroffener Familien leisten. Seit Jahren sind in Berlin verschiedene Akteure (Pflegestützpunkte, Sozialmedizinische Nachsorge, Sozialpädiatrische Zentren, SAPV-Team für Kinder und Jugendliche etc.) mit unterschiedlichen Aufträgen, Rollen und Handlungsspielräumen damit befasst, Bedarfe und Bedürfnisse familiennah zu koordinieren. Obwohl sie durch ihre Unterstützung bereits heute einen wichtigen Beitrag zur Versorgung betroffener Familien leisten, bleiben jedoch manche Bedürfnisse von Familien (noch) unberücksichtigt. Die Studie wird von Juli 2015 bis November 2015 durchgeführt. Sie nimmt die Einschätzungen von professionellen Akteuren vor Ort, betroffenen Familien und ergänzende Wissensbestände auf und verschränkt diese mit der fachlich-wissenschaftlichen Expertise von AGP Sozialforschung. Ihr liegt ein multimethodisches Forschungsdesign zugrunde, das quantitativ-standardisierte Methoden (schriftliche Befragung) mit qualitativen Instrumenten (Interviews) sowie dialogischen Formaten (Workshop „Versorgungslotsen“) verbindet.

Leitung Prof. Dr. Thomas Klie
verantwortliche/r Mitarbeiter/in Christine Bruker
Publikationen / Material

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