+++ Wir ziehen um | Ab dem 25. Januar 2023 finden Sie AGP Sozialforschung wieder an der Evangelischen Hochschule in Freiburg (Bugginger Str. 38 – 79114 Freiburg). +++

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Evangelische Hochschule Freiburg



Dekoration: Ein Goldfisch springt von einem Wasserglas ins andere

Das AGP bietet sozialwissenschaftliche empirische Forschung und darauf aufbauend Beratung und Weiterbildung. mehr

Als hochschulnahes Institut sind wir in der Lage gewonnene Erkenntnisse in die Lehre zurückzuspiegeln.

Das AGP fühlt sich innovativen Ansätzen verpflichtet. Das gilt sowohl für unsere regionalen Praxisprojekte als auch für unser bundesweites Engagement in der Alten-, Pflege und Behindertenpolitik. Wir setzen Trends und treiben Entwicklungen voran, um den gesellschaftlichen und demografischen Wandel werteorientiert mit zu gestalten. Themenübergreifend gilt unser Interesse den Antworten auf vor allem zwei Fragen:

Wie kann Solidariät zwischen den Generationen im Wechselspiel von Staat, Markt, Familie und dem Dienstleistungs- bzw. Nonprofit-Sektor gelingen? Und: Wie lassen sich vor ebenfalls diesem Hintergrund teilhabegefährdete Personengruppen verlässlich unterstützen?

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DAK Pflegereport 2019
25 Jahre Pflegeversicherung – Bilanz: Kosten der Langzeitpflege

Auftraggeber / Zuschussgeber

Prof. Dr. Thomas Klie, Schlossgasse 20, 79112 Freiburg

Kooperationspartner

Institut für Demoskopie Allensbach, OptiMedis Hamburg

Zeitraum 04.2019 - 12.2019
Projektziel

Der DAK-Pflegereport 2019 beschäftigt sich mit dem Thema ‚25 Jahre Pflegeversicherung – Bilanz: Kosten der Langzeitpflege‘. Die Studie verfolgt das Ziel, Fragen der Finanzierung und Kosten in der Langzeitpflege rückblickend zu analysieren und perspektivisch Impulse für die pflegepolitische Diskussion zu setzen.

Beschreibung

Die Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1994 war eng mit dem Ziel verbunden, von sozialstaatlicher Seite die Kosten in der Pflege mitzufinanzieren. Dadurch wurde die Pflegebedürftigkeit als allgemeines Lebensrisiko anerkannt und solidarische Formen der Unterstützung wurden eingeführt. Gleichwohl ist es seitdem bei einer Konzeption von Teilleistungen für Teilbedarfe geblieben. Pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen tragen nach wie vor einen wesentlichen Teil der Aufwände und Kosten selbst.

Mehrere Gründe machen das Thema der Kosten und der Finanzierung auch nach 25 Jahren wieder zu einem aktuellen: In der Langzeitpflege nimmt die Anzahl der auf Pflege angewiesenen Menschen zu, die Kosten, die mit der Bewältigung von Pflegebedürftigkeit verbunden sind, steigen. Dabei sind private Haushalte nur begrenzt bereit und in der Lage, für Aufgaben der Langzeitpflege privates Geld einzusetzen. Pflegebedürftigkeit stellt für zahlreiche Menschen ein Armutsrisiko dar, was u.a. die wieder steigenden Ausgaben der Sozialhilfeträger, insbesondere im Bereich der stationären Pflege, zeigen. Vorstöße aus dem parlamentarischen Raum des Bundestages aber auch einiger Bundesländer setzten das Thema auf die politische Agenda. Die seit Längerem diskutierte Sockel-Spitze-Umkehrung in der Finanzierung der Langzeitpflege wurde inzwischen gerechnet, von Verbänden der Leistungserbringer aufgegriffen und zur politischen Forderung erhoben.

Die Studie ist multimethodisch angelegt. Neben einer Bevölkerungsumfrage (Institut für Demoskopie Allensbach) sind qualitative Interviews (AGP Sozialforschung), die Auswertung von DAK-Statistiken (OptiMedis Hamburg) sowie Analysen der Pflegeausgaben (inkl. der Ausgaben im Bereich der ‚Hilfe zur Pflege‘) (AGP Sozialforschung) vorgesehen. Die Studie mündet in den DAK-Pflegereport 2019. Die Ergebnisse werden zudem landesbezogen aufbereitet und zusammengefasst (Länderberichte).

Leitung Prof. Dr. Thomas Klie
verantwortliche/r Mitarbeiter/in Dr. Christine Moeller-Bruker
Mitarbeiter/in
  • Johanna Pfeil
  • Pablo Rischard

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